Kopf, Herz oder Bauch!?

10.09.2017

Entscheidungen zu treffen, braucht die richtige Strategie

Unser Verstand ist ein mächtiges Instrument. Von Kindheit an geschult und trainiert, hilft er uns, unser Tagesgeschäft zu erledigen und Probleme zu lösen. Wir sind stolz auf unsere intellektuellen Fähigkeiten.

Doch gerade bei wichtigen Entscheidungen müssen wir oftmals akzeptieren, dass uns nicht genug Informationen zur Verfügung stehen, um logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Was tun wir dann? Wir verlassen uns auf unser Gefühl, hören auf unseren Bauch, entscheiden intuitiv. Und obwohl diese Entscheidungen meist gar nicht schlecht sind, bleibt eine gewisse Unsicherheit zurück. Das ewige Dilemma zwischen Gefühl und Verstand.

Die Qual der Wahl

Wir müssen tagtäglich Entscheidungen treffen: Fahre ich mit dem Auto oder dem Fahrrad? Nehme ich den blauen oder den grünen Pullover? Soll ich das coole Handy kaufen, für das mein Herz schlägt, oder lieber das Smartphone mit den besten technischen Daten?

Noch nie konnten wir so viel entscheiden wie heute. Leicht ist es, wenn eine Option klar besser erscheint als der Rest. Aber so einfach ist es nicht immer. Wenn man unter vielen Möglichkeiten entscheiden kann, hat man oft das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Weniger wäre da oft mehr.

Bauchgefühl oder Verstand?

Wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen, ob beruflich oder privat, sind sich Gefühl und Verstand manchmal nicht einig. Selbst in der Wissenschaft wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert, ob das Bauchgefühl oder der Verstand zu besseren Entscheidungen führt.

Es gibt kein allgemeingültiges Rezept um zwischen beiden zu schlichten, doch wie Erfahrungswerte zeigen, basieren gute Entscheidungen, auf einer Kombination aus Intuition und bewusstem Nachdenken.

Das bedeutet, dass Sie bei wichtigen Entscheidung Ihr Bauchgefühl genauso ernst nehmen sollten, wie die Ratio, denn hinter Emotionen stehen unbewusste Erfahrungswerte. Wenn Sie ein komisches Gefühl bemerken, dann gehen Sie diesem Hinweis, durch bewusstes Denken, nach. Unser Bauchgefühl signalisiert uns blitzschnell, wenn Informationen nicht zusammenpassen. Wir müssen es nur wahrnehmen und entsprechend analysieren lernen.

Fehlentscheidungen

Jeder weiß, wie es sich anfühlt, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Manche bereuen wir ein Leben lang und schaden uns damit. Negative Gefühle lösen emotionalen Stress aus, der uns schwächen kann. Auch wenn sich Entscheidungen im Nachhinein als falsch herausstellen, gibt es in dem Moment, in dem wir sie treffen, meist gute Gründe dafür. Daher gilt: Fehlentscheidungen abhaken und daraus lernen.

Die richtige Wahl treffen

  1. Rationales Beurteilen: Erstellen Sie eine Pro und Contra Liste.
  2. Bauchgefühle analysieren: Machen Sie sich Ihre Gefühle bewusst, indem Sie sie in klare Worte fassen.
  3. Zeit nehmen: Die beste Entscheidung trifft man im Schlaf. Nichts wirkt harmonisierender auf ein dissonantes Seelenleben als ein Nickerchen oder eine Nachtruhe. Wenn die Zeit knapp ist: zumindest einmal tief durchatmen und langsam bis 10 zählen!
  4. Vertrauenspersonen miteinbeziehen: Holen Sie Fakten und Meinungen ein, vergleichen Sie diese mit Ihren eigenen Sichtweisen. Beim Abwägen kommt Klarheit.
  5. Handeln Sie: Wenn Sie eine Entscheidung haben, gilt es zu handeln. Sonst bleibt alle Überlegung wirkungslos!

Entscheiden Sie sich, sonst tut's ein anderer!
Keine Entscheidung bereuen wir mehr, als die, nichts getan zu haben.